Gegenseitiger Abschied: Ein vermutlich letztes Mal sangen die Thom's Glory Singers im Gottesdienst

Es war ein Gottesdienst, der ganz im Zeichen der Musik stand. Einer Musik, die Pfarrer Jörg Zimmermann seit jeher am Herzen liegt: die afroamerikanischen Gospels. Ein letztes Mal gaben die Thom´s Glory Singers unter der Leitung von Pfarrer Zimmermann zu dessen Abschied ein Best of.

 

Selbst Zimmermanns Predigt war dem Chorgesang gewidmet. Ein Chor habe das gleiche Gefüge wie eine Gemeinde, so seine Kernaussage. Tenor, Sopran und Bass müssten hier genauso eingebunden und behutsam geleitet werden wie die unterschiedlichen Talente von Menschen in einer Gemeinde, damit ein funktionierendes, harmonisches Ganzes daraus wird. Und noch etwas–sehr essentielles- eine den Chor und die Gemeinde: „So wie die Sänger ihre Stimme zum Klingen bringen, sind die Mitglieder einer Gemeinde gefordert ihre Stimmen gegen Unrecht und für die Schwachen zu erheben“, forderte Zimmermann in seiner Predigt.

 

Dass die Gospel-Songs ein „Register voller Lebenserfahrung“ sind, wie Zimmermann es ausdrückte, bewiesen die Thom‘s Glory Singers auch diesmal eindrucksvoll mit ihrer Liedauswahl von tieftraurig bis heiter-vergnügt. Obwohl der Chor das musikalische Gros bestritt, verstand es Pfarrer Zimmermann, die Glory Singers vorn im Altarraum durch Wechselgesänge mit den Gottesdienstbesuchern in den vollbesetzten Bänken und gemeinsam gesungene Strophen, zu einer Einheit zu vereinen.

 

Mit einem eigens für Zimmermann umgeschriebenen Gospel bedankten und verabschiedeten sich die Chormitglieder auf ganz persönliche Weise von ihrem langjährigen Leiter.

 

Die Zukunft der Thom’s Glory Singers ist mit dem Weggang von Pfarrer Zimmermann zunächst noch unklar. Der 1996 von Zimmermann ins Leben gerufene Chor, der mit einer Handvoll Sänger startete und heute über 25 Mitglieder zählt, wird sich demnächst entscheiden, ob er unter einem anderen Leiter weiter musiziert oder sich mit dem Fortgang von Pfarrer Zimmermann auflöst.

 

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