Fünfköpfige Familie aus Afghanistan samt Oma sucht dringend ein neues zu Hause in Röttgen/Ückesdorf

Foto privat: Familie Omari gemeinsam mit Frau Dr. Smasly und weiteren Betreuern von der ökumeinischen Flüchtlingshilfe Röttgen.
Foto privat: Familie Omari gemeinsam mit Frau Dr. Smasly und weiteren Betreuern von der ökumeinischen Flüchtlingshilfe Röttgen.

Reihe oben von li. nach re.: Chr. Neubauer Giessen, Tahir Omari, Dr. D. Smarsly. Darunter von li. nach re.: Marina Omari, Najiba Yuosufi (die Oma), J. Schmitz, Robina Omari (13 J.), E. Meyer. Unten: Enjila Omari (10 J.) und Elham Omari (4 J.).

 

Familie Omari lebt seit 2016 im Tietze-Haus in Bonn-Röttgen und wird dort im Rahmen der ökumenischen Flüchtlingshilfe betreut. Im August wird die Stadt aber auch diese Flüchtlingsunterkunft auflösen, so dass der Familie, der im April 2017 vom Verwaltungsgericht Köln das Bleiberecht zugesprochen wurde, die Umsiedlung in einen Container irgendwo im Stadtgebiet droht. Für die in Röttgen sehr gut integrierte Familie bedeutet dies einen erneuten „Heimatverlust“. Der Verlust ihrer sozialen Kontakte wäre für die Erwachsenen und mehr noch für die drei Kinder, die hier zur Schule und in den Kindergarten gehen, ein schwerer Schlag.

 

Für Familie Omari wird daher dringend eine Unterkunft in Röttgen oder Ückesdorf gesucht. Benötigt wird eine Wohnung für sechs Personen in einem finanziellen Rahmen von bis zu 1181 € plus Nebenkosten. Alternativ auch gern 2 getrennte Wohneinheiten für die Familie und die Großmutter im selben Haus oder in unmittelbarer Umgebung zueinander. Miete, Kaution und Nebenkosten übernimmt das Jobcenter und das Sozialamt (für die Oma).

 

Die ökumenische Flüchtlingshilfe in Röttgen und insbesondere Familie Smarsly aus Röttgen, die die sich persönlich sehr für diese Flüchtlingsfamilie engagiert, bitten die Eigentümer leerstehender Wohnungen in Röttgen oder Ückesdorf herzlich ihre Türen für Familie Omari zu öffnen, damit sie in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können.

Zur Feier des Bleiberechts hat Familie Smarsly zu einem fröhlichen Abend in der Pizzeria eingeladen
Zur Feier des Bleiberechts hat Familie Smarsly zu einem fröhlichen Abend in der Pizzeria eingeladen

Die Familie:

Familie Omari landete nach ihrer Flucht aus Afghanistan in einer zur Flüchtlingsunterkunft hergerichteten Turnhalle in Hennef. Dort lebten sie zusammen mit 200 anderen Flüchtlingen für 6 Monate. Frau Dr. Smarsly lernte die Familie durch Ihre ehrenamtliche ärztliche Versorgung der Flüchtlinge kennen und es entstand eine große Sympathie für die Familie. Durch das persönliche Engagement von Familie Smarsly konnte eine Zuweisung nach Röttgen erwirkt werden. Familie Smarsly nahm die Flüchtlinge zunächst bei sich zu Hause auf. Drei Monate lang wohnten die Familien unter einem Dach, bevor Familie Omari ins Tietze-Haus umziehen konnte.

 

Dr. Dagmar Smarsly setzt sich seither gemeinsam mit der ökumenischen Flüchtlingshilfe Röttgen in allen Belangen für die afghanische Familie ein. „Das Schicksaal und die Dankbarkeit der Familie berührt uns nach wie vor sehr“, erzählt sie. „Für beide Familien waren die drei Monate des Zusammenlebens eine sehr intensive Zeit, in der jeder viel vom anderen gelernt hat. Wir erlebten das Trauma unserer Gäste hautnah mit, während die Omaris einen unverfälschten Einblick in unser Familienleben gewannen.“ Dabei sei es für die Flüchtlingsfamilie immer selbstverständlich gewesen im Haushalt mit anzupacken, um ihren Gastgebern nicht zu sehr zur Last zu fallen. „Wir haben gemeinsam gekocht und gegessen, gemeinsam gelacht und unsere Sorgen geteilt.“ Eines der größten kulturellen Hindernisse seien tatsächlich die zwei Hunde im Haus der Smarslys gewesen. „Aber als die Familie einmal die anfängliche Scheu und ihr Unverständnis überwunden hatte, sind sie alle zu echten Hundefans geworden“, lacht die Flüchtlingshelferin.

 

Am schnellsten haben sich die drei Kinder hier in Röttgen eingelebt. Robinia, die älteste Tochter (13 Jahre) hat es ins Carl-von-Ossietzky-Gymnasium (CvO) geschafft. Enjila (10 Jahre) ist sehr musikalisch und nimmt Klavierunterricht in der Röttgener Musikschule, wo sie auch üben darf. Sie besucht die Schlossbachschule und wird im Sommer aufs CvO wechseln. Ihr kleiner Bruder Elham (4 Jahre) fühlt sich im Kindergarten auf dem Brüser Berg wohl. Alle Kinder sprechen perfekt Deutsch und haben ihren Freundeskreis in Röttgen und Ückesdorf.

Der Vater der Familie Tahir Omari führte in seiner Heimat Kabul zwei Juweliergeschäfte. Seinem handwerklichen Geschick und seiner Tatkraft verdankt er eine Stelle als Hilfshausmeister in einem städtischen Kindergarten. Sowohl er wie auch seine Frau Marina besuchen nach wie vor die erforderlichen Deutschkurse, um u.a. ihre Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

 

Am schwersten hat es die die Großmutter der Familie. Neben der sprachlichen Barriere ist sie durch eine Gehbehinderung zusätzlich gehandicapt und auf die Hilfe und Unterstützung der Familie angewiesen. Der Familie ist es ein Herzensanliegen, die Großmutter nicht einsam zurück zu lassen. Daher suchen sie eine Bleibe, die Raum für drei Generationen bietet oder aber zwei getrennte dafür nah beieinanderliegende Wohnungen. Röttgen/ Ückesdorf ist für Familie Omari eine zweite Heimat geworden. Sie alle fühlen sich hier geborgen und würden sich sehr freuen, hier bleiben zu dürfen. Auch weiterhin wird die Familie von der ökumenischen Flüchtlingshilfe Röttgen betreut. Frau Dr. Smarsly ist zusätzlich bereit, für die sympathische Familie zu bürgen.

 

Bitte helfen Sie mit, für die Familie eine geeignete Unterkunft zu finden. Falls Sie eine oder zwei Wohnungen zur Vermietung anbieten können oder jemanden kennen, der geeigneten Wohnraum anbieten kann, schicken Sie bevorzugt eine kurze Mail mit Ihren Kontaktdaten an:

info@roettgen-online.com

 

Telefonisch können Sie auch Kontakt zu Frau Dr. Smarsly unter 0228-63 88 43 (privat; abends) oder unter 02242-83 561 (Praxis-Empfang; tagsüber)

 

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